400 Gäste am KMU Networking Grill
Unternehmerinnen und Unternehmer aus den unterschiedlichsten Branchen nutzten den Abend, um bestehende Kontakte zu pflegen, neue Kontakte zu knüpfen und sich über die aktuellen Herausforderungen für die Baselbieter Wirtschaft auszutauschen.
Im Zentrum standen dabei die KMU und die Menschen, die sie jeden Tag voranbringen. Sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, investieren, entwickeln neue Produkte und Dienstleistungen und tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Stärke des Baselbiets bei. Gleichzeitig sind die Herausforderungen für viele Unternehmen gross: Energiepreise, Frankenstärke, Zölle, Fachkräftemangel, zunehmende Regulierung und geopolitische Unsicherheiten beschäftigen die Betriebe.
Roman Mayer, Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, griff diese Themen in seiner Ansprache auf. Trotz der Herausforderungen gebe es allen Grund, selbstbewusst nach vorne zu schauen. Das Baselbiet verfüge über starke KMU, gut ausgebildete Fachkräfte, innovative Unternehmen und ein Berufsbildungssystem, um das viele Länder die Schweiz beneiden.
Zurück in die Erfolgsspur
«Unser Wirtschaftsstandort Baselland muss wieder zurück in die Erfolgsspur», betonte Mayer. Damit Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Energie wieder stärker ins Unternehmertum investieren können, brauche es weniger Bürokratie, schnellere Verfahren, eine leistungsfähige Infrastruktur, verfügbare und bezahlbare Energie sowie Verlässlichkeit und Planungssicherheit.
Unternehmerinnen und Unternehmer brauchen den Freiraum, ihre Zeit dort einzusetzen, wo sie den grössten Mehrwert schaffen: bei ihren Kundinnen und Kunden, bei Innovationen und neuen Produkten, bei der Erschliessung neuer Märkte und bei der Ausbildung der Fachkräfte von morgen.
Mayer thematisierte auch den Umgang von Regierung und teilweise Landrat mit den 16 Initiativen der Wirtschaftskammer. Diese seien direkt aus Gesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern entstanden und würden konkrete Anliegen aus dem KMU-Alltag aufnehmen. Die Politik müsse diese Anliegen ernst nehmen und bei unterschiedlichen Positionen den Dialog mit der Wirtschaft suchen. «Einfach nichts machen und ablehnen, das ist keine Lösung», so Mayer.
Mit Blick auf den internationalen Standortwettbewerb verwies Mayer auch auf eine Unternehmerreise nach China. Dort habe sich eindrücklich gezeigt, mit welchem Tempo andere Länder in Infrastruktur und neue Technologien investieren. «Die Welt wartet nicht auf uns», so Mayer. Die Schweiz müsse deshalb wieder lernen, schneller zu entscheiden, Prioritäten zu setzen und unternehmerische Innovation zu ermöglichen.
Ein Abend für das Baselbieter KMU-Netzwerk
Neben den wirtschaftspolitischen Botschaften prägten vor allem die vielen persönlichen Begegnungen den Abend. Der KMU Networking Grill bringt Unternehmerinnen und Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen zusammen und schafft Raum für Gespräche, neue Kontakte und den Austausch von Erfahrungen.
Denn ein starker Wirtschaftsstandort lebt nicht nur von guten Rahmenbedingungen. Er lebt von Menschen, die unternehmerische Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen, Lernende ausbilden, investieren und gemeinsam etwas bewegen. Genau dieses starke Baselbieter KMU-Netzwerk war beim diesjährigen KMU Networking Grill spürbar.
Dank an die Sponsoren
Die Wirtschaftskammer Baselland dankt allen Partnern, die den Anlass ermöglicht haben: dem Goldpartner Securitas AG, mit Timo Sollberger, der Dessertpartnerin Allianz Generalagentur Basel, mit Barbara Moursy, sowie den Eventpartnern Jenzer Fleisch + Feinkost AG, Cerutti Caffè, BOOST eat & drink und IWF AG.