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Das Baselbiet darf nicht warten

Am KMU Networking Grill 2025 in Pratteln hat Roman Mayer, Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, eine deutliche Standortanalyse präsentiert. Vor knapp 400 Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Gästen warnte er im Haus der Wirtschaft: «Im Baselbiet bewegt sich zu wenig – eigentlich fast nichts.» Damit spielte er auf die anhaltenden Verkehrsprobleme und die schwache Wirtschaftsentwicklung an. Gemäss Zahlen des Bundesamts für Statistik sei der Kanton beim Bruttoinlandprodukt pro Kopf sogar vom Jura überholt worden, so Mayer. «Unser schlechtes BIP pro Kopf ist mehr als eine Zahl – es ist ein Standortsignal.»

Mayer kritisierte, es würden politische Fehlanreize gesetzt, etwa beim vielbeschworenen «grünen Wirtschaftswunder», das in der Realität vor allem zusätzliche Vorschriften und Kosten gebracht habe.

Wenn sich die Spielregeln ändern, müsse sich das Baselbiet dort positionieren, wo das Wachstum von morgen entstehe: Künstliche Intelligenz, Supercomputing und Quantentechnologien. «Wer jetzt mutig handelt, kann Entwicklungen anstossen, die weltweit wirken – auch hier im Baselbiet.» «Davon profitieren alle – von der Forschungsgruppe bis zum lokalen KMU, das als Zulieferer oder Dienstleister Teil der Wertschöpfungskette ist.»

Als Beispiel nannte Mayer seine eigene Erfahrung mit Swissterminal. Das Unternehmen sei durch staatlich geförderte Konkurrenz im Projekt «Basel Nord» massiv unter Druck geraten. «Meine Erfahrung ist ein Lehrstück darüber, wie falsche Anreize gesunde Strukturen kaputtmachen.»

Die Wirtschaftskammer will mit 16 Initiativen gegensteuern: Bürokratieabbau, bessere Verkehrsanbindungen, Innovationsförderung, Fachkräftesicherung und Investitionssicherheit sowie Stärkung der Berufslehre sind einige Punkte.

Mayer äusserte sich auch zu den US-Zöllen: «Viele reagieren darauf mit Schimpfen oder Resignation. Aber die Zölle sind ein Fakt – und werden nicht einfach wieder verschwinden. Wir müssen uns auf eine Wirtschaftsordnung einstellen, die weniger auf freien Handel setzt und stärker auf Eigeninteressen.»

Dank an die Partner

Der Anlass wurde unterstützt durch den Goldpartner Securitas AG, der Dessertsponsorin Allianz Versicherungen Generalagentur Alessandro Giangreco, Jenzer Fleisch + Feinkost AG, Cerutti Caffè sowie den Eventpartnern BOOST eat & drink und der IWF AG.

 

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